Seit dem Tod von meinem Bruder «J» ist alles wieder aufgebrochen. Er ist von uns gegangen, ohne sich die Mühe zu nehmen, sich von begangenem Unrecht zu erlösen. Es heisst, dass wenn man den Tod vor Augen hat, man Ordnung in sein Leben bringen will. Nicht so «J».
Sicherlich haben sich die beiden Brüder, welche mich mit Schimpf und Schande verunglimpft hatten, um ihre eigenen Schandtaten zu rechtfertigen, bald einmal selbst an ihre Geschichten geglaubt. Damit kann man sein schlechtes Gewissen beruhigen. Aber im Angesicht des Todes wäre eigentlich zu erwarten gewesen, dass solche Lügereien vergessen werden und dass man Vergebung sucht.
«J» ist der eigentliche Nutzniesser vom Diebstahl, welcher meine Mutter begangen hat. Ich habe die Akten im Keller durchgesehen, welche meine Eigentumsansprüche belegen. Ich bin bestürzt über all diesen Streit, all diese Gerichtsverfahren und falschen Anschuldigungen. Welcher Verlust an Energie, Zeit und Geld. Anwälte und Richter mussten sich über Seiten von Eingaben wälzen, in denen es um nichts anders, als um einige Gegenstände ging, welche die alte böse Frau mir noch entreissen wollte, mit keinem anderen Grund, als dem Willen, mir zu schaden und mich zu ärgern. «J» hat das als Beirat alles mitgetragen. Schande für diese Familie!
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