Auch Leute, welche einiges geleistet haben und auf ihre Karriere stolz sein könnten, empfinden offenbar das Bedürfnis, sich mit fremden Federn zu schmücken. So muss der Erbe offenbar die familiäre Anfangshilfe negieren und es muss unbedingt eine Tellerwäscher-Karriere präsentiert werden.
Kürzlich wurde ich auf die neue Homepage der Firma meines Vaters aufmerksam. Darin gibt es eine Firmengeschichte. Wie es zu erwarten war, ist diese ein Loblied der Leistungen des jetzigen Präsidenten. Sein Bruder, welcher immerhin während 25 Jahren zur Seite stand, wird mit keinem Wort erwähnt und er Vater nur kurz.
Dass es sich bei dem heute beachtlichen Konzern alles um Zukäufe handelt, finanziert mit der vom Vater erarbeiteten Substanz, geht in keiner Weise hervor. Immerhin ist es eine Erfolgsgeschichte, und wenn man von den Schattenseiten dieses Erfolges nichts weiss, könnte der Präsident durchaus stolz auf seine Leistung sein.
Doch er ist ein Vertreter der heutigen Management-Generation. Mehrwert wird nicht mit Produkteinovation und Marktleistung geschaffen, sondern mit Finanzspekulationen. Die zugekauften Firmen wurden des Öfteren sehr schlecht gemanagt, es war einfach zu wenig Know-how vorhanden. Heute scheint sich die Gruppe konsolidiert zu haben, was man auch aus der Entwicklung des Aktienkurses ersehen kann.
Leider hatte der Präsident nie die Grösse, sein Ego etwas zurückzustecken und sich an die üblen Tricks der Anfänge seiner Laufbahn zurückerinnern. Möglich wurde diese nur durch meine Ausbootung. Es hätte durchaus Wege gegeben, seine Erfolgsgeschichte ohne Makel abzuwickeln. Aber der Präsident hat seine Familie dazu benutzt, ihm als Sprungbrett zu dienen, er hat betrogen und gelogen, um seine Ziele zu erreichen.
Es hilft ihm wenig, dass er nach wie vor auf die Unterstützung der Mutter zählen kann. Sie ist dermassen elitär und davon überzeugt, dass der Erfolg die Mittel rechtfertigt, dass sie es gar nicht mehr wahrnimmt, dass ein solcher Erfolg wohl kaum als lobenswert bezeichnet werden kann. Zu sehr gleichen sich die beiden. Schon der Grossvater hatte krumme Touren gemacht, um seine Finanzen zu verbessern. Wenn auf der väterlichen Seite sehr grosszügig und bisweilen leichtfertig mit den Finanzen umgegangen wurde, war man auf der mütterlichen Seite eben sehr geldorientiert und war bereit, dafür auch einmal ein Auge zuzudrücken.
Beide scheuen sich auch nicht davor zurück, schamlos zu lügen, wenn es der Sache dient. Auch vor Gericht wurde beispielsweise noch behauptet, die Firma sei eine Gründung des Präsidenten. Jetzt steht in der Homepage und in der Bilanz plötzlich, dass diese Firma vom Vater gegründet worden war, allerdings nur, um die Vorgeschichte gleichzeitig herunterzuspielen. Das Gleiche behauptete die Mutter, als sie in einem anderen Gerichtsverfahren behauptete, sie hätte den ganzen Hausrat ihres Hauses als Aussteuer mitgebracht und gleichzeitig im Prozess gegen ihren Bruder behauptete, sie sei mit leeren Händen in die Ehe gegangen.
Wer lügt, hat etwas zu verbergen und ist sich selbst bewusst, dass seine Sache mit objektiven Argumenten nicht zu gewinnen ist.
Subscribe to:
Post Comments (Atom)

No comments:
Post a Comment